Aktive und motivierende Formulierungen für Ihre Bewerbung

Im Lebenslauf und in Ihrem Bewerbungsschreiben überzeugen Sie mit dynamischen, aktiven Formulierungen. Passive Formulierungen hingegen klingen schnell sperrig, umständlich und hölzern. Ihre beruflichen Projekte, Ihre Hard und Soft Skills klingen dann motivierend und aktiv, wenn es Ihnen gelingt, sie in Verben umzusetzen, bei einer aktiven Formulierung zu bleiben. Damit diese Formulierungen nicht langweilig klingen und sich immer wiederholen, sollten Sie einen breiten Sprachschatz nutzen.

Lernen Sie hier, wie das geht! Passive Formulierungen mit einer Vielzahl von Substantiven klingen schnell hölzern und gestellt. Mit aktiven Formulierungen hingegen zeigen Sie Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen, gleichzeitig formulieren Sie das Anschreiben in Ihrer Bewerbung so dynamisch und flüssig, dass jeder Personaler es gern liest.

Nehmen Sie eine Formulierung, wie zum Beispiel:

„Lösungsorientierung und eine pragmatische Einstellung sind solide Stärken von mir.“

Der Satz klingt langweilig und sperrig. Keineswegs begeistert oder überzeugt er. Ändern Sie das, denn mit Ihrem Bewerbungsschreiben halten Sie ja Ihr Plädoyer dafür, dass SIE der geeignete Kandidat für den neuen Job sind!

Wie gehen Sie systematisch vor?

Nutzen Sie die T-Kreuz-Analyse als Basis, um sich gründlich vorzubereiten. Es geht in dieser T-Kreuz-Analyse nicht nur darum, neben den geforderten Qualifikationen Ihre entsprechenden „Punkte“ auf der „Haben-Seite“ zu verbuchen. Vielmehr ist es jetzt Ihre Aufgabe, auf die Sprache zu achten und überzeugende Formulierungen zu finden.

Kurz UND motivierend

Ziel Ihrer jetzigen T-Kreuz-Analyse ist es also, Ihre Qualifikationen so individuell, kurz & bündig und gewinnend zu formulieren, dass Sie sich als DER richtige Kandidat präsentieren. Und jetzt step by step.

1. Schritt: So bereiten Sie sich vor:

Beginnen Sie mit einem Brainstorming. Nehmen Sie als Basis für Ihre Überlegungen die neue Stellenausschreibung und ein Blatt Papier.

Welche Kompetenzen und Kenntnisse sind in der Stellenausschreibung besonders gefragt und gehören zum geforderten Job-Profil dazu?

Schreiben Sie diese Anforderungen in einer Tabelle jeweils separat in eine Spalte. Daneben lassen Sie eine Spalte frei, um Formulierungen zu finden, die zu Ihrem Profil passen. Markieren Sie jetzt die Anforderungen, auf die Sie NUR im CV, in Ihrem Lebenslauf, eingehen werden. Beispiel (Projektmanager/-in in einer Stiftung) Gefordertes Profil – Was haben Sie zu bieten?

  • Abgeschlossenes Studium der Medienwissenschaften/Kulturwissenschaften/Sozialwissenschaften oder vergleichbarer Abschluss
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Gute Französischkenntnisse (Basislevel)
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Sehr gute (schriftliche), zielgruppenorientierte Ausdrucksfähigkeit
  • Offenes, verbindliches, freundliches Auftreten
  • Kommunikationsstärke
  • Konstruktive, lösungsorientierte Einstellung
  • Teamfähigkeit
  • Fähigkeit zum selbstständigem Arbeiten
  • Hohes organisatorisches Geschick
  • Systematisches Arbeiten

2. Schritt: Spontan formulieren

Schreiben Sie jetzt in der Rubrik „Was haben Sie zu bieten“ spontan auf, womit Sie punkten können.

Gerade bei den Kompetenzen geht es darum, nicht nur zu schreiben, DASS Sie teamfähig sind, sondern dies durch ein Beispiel, eine Tätigkeit, ein Projekt zu belegen. So zeigen Sie bewusst, warum Sie sich für den neuen Job bewerben und dafür bestens geeignet sind.

Beispiel:

  • Interkulturelle Kompetenz:
    • Ehrenamtliche Mitarbeit in einer interkulturellen Theatergruppe für die Stiftung XY.
  • Sehr gute (schriftliche), zielgruppenorientierte Ausdrucksfähigkeit:
    • Redaktion eines E-Newsletters mit dem Themenschwerpunkt „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Non-Profit-Organisationen“
  • Offenes, verbindliches, freundliches Auftreten:
    • Kundenberatung am Telefon (Mitarbeiter von Non-Profit-Organisationen), dabei immer höflich, auch in Konfliktsituationen

3. Schritt: Und jetzt finden Sie überzeugende Formulierungen!

Sie sind jetzt schon einen guten Schritt vorangekommen, denn Sie haben in Ihrer T-Kreuz-Analyse mit Inhalten gefüllt.

Jetzt sind Sie sprachlich gefordert. Nehmen Sie die Formulierung

„Ehrenamtliche Mitarbeit in einer interkulturellen Theatergruppe für die Stiftung XY“.

Worin genau bestand Ihre ehrenamtliche Mitarbeit? Benennen Sie Ihren Anteil an dem Projekt.

Wenn Sie zum Beispiel für die interkulturelle Theatergruppe ehrenamtlich Marketing, PR und Fundraising betrieben haben, suchen Sie Formulierungen dazu, die dies auf den Punkt bringen.

Nutzen Sie dabei die folgende Übersicht an Verben, um Ihre Tätigkeiten zu beschreiben und markieren Sie die Verben, mit der Sie sich in der jeweiligen Tätigkeit am besten dargestellt finden.

Tätigkeitsverben für ein Bewerbungsanschreiben

abschließen aktualisieren analysieren anerkennen
Anweisen Anwenden Assistieren Ausführen
austauschen Bearbeiten beaufsichtigen Bedienen
Bestellen Budgetieren Definieren Beherrschen
Erstellen Entwickeln Erklären etwas erschaffen
Herstellen Begründen ins Leben rufen Kreieren
koordinieren konzipieren Justieren Pflegen
im Team arbeiten ein Team leiten etwas ins Leben rufen informieren
Lösen Messen sensibilisieren Motivieren
nachfassen Planen Studieren sich mit etwas befassen
Renovieren restaurieren restrukturieren repräsentieren
Preise festsetzen prognostizieren Personal einstellen sorgen
strukturieren Probleme benennen Probleme eingrenzen Probleme lösen
Risiken vorbeugen Hindernisse überwinden Trends erkennen verarbeiten
untersuchen unterstützen Vermitteln Vorbereiten
Vorbeugen Vorführen Überwachen teilnehmen an
Wiederherstellen wieder aufleben lassen Zertifizieren Zusammenarbeiten
Zusammenstellen Gewinnen Zuteilen

Treffen Sie Ihre Wahl: Mit welchen Begriffen vermitteln Sie Ihre interkulturelle Kompetenz, Ihre Motivation, Ihr ehrenamtliches Engagement, Ihre Kompetenz?

Wie wäre es mit:

„Für das interkulturelle Theaterprojekt der Stiftung XY habe ich Fundraising-Aktionen ins Leben gerufen, potenzielle Spender für die laufenden Projekte gewonnen und die Presse aktuell informiert.“

So vermitteln Sie Kommunikationsstärke UND interkulturelle Kompetenz und bleiben in Ihren Formulierungen dynamisch.

Nächstes Beispiel:

Ihre erste Formulierung lautet wie folgt:

„Kundenberatung am Telefon (Mitarbeiter von Non-Profit-Organisationen), dabei immer höflich, auch in Konfliktsituationen.“

Es geht um: Erklären, Beraten, Vermitteln, Informieren, Helfen, Konflikte lösen, Moderieren, Service vermitteln.

Wie wäre es mit:

„Direkte Beratungsgespräche mit Kunden, ihnen dabei zu helfen, Probleme zu lösen – das alles macht mir sehr viel Spaß. Ich arbeite gern im Dialog. Service ist kein Fremdwort für mich!“

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Bewerbungsanschreiben

Das Bewerbungsschreiben (auch Bewerbungsanschreiben, Anschreiben oder Motivationsschreiben genannt) gehört (neben dem Lebenslauf) zu dem wichtigsten und schwierigsten Teil einer Bewerbung.


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