Bewerbungsdauer in der Praxis

Das wochenlange Warten, das Bangen und Hoffen, der tägliche Gang zum Briefkasten oder das stündliche Checken des privaten E-Mail-Accounts zerren an den Nerven. Dabei dreht sich alles um nachfolgende Fragen:

  • Ist das Bewerbungsschreiben bei der Firma eingegangen?
  • Wie sind die Chancen meiner Bewerbung?
  • Wie gut sind meine Bewerbungsvorlagen im Vergleich zu meinen Mitbewerbern?
  • Gibt es eine Einladung zum Vorstellungsgespräch?
  • Bekomme ich diese Stelle?
  • Wie lange dauert dieser Bewerbungsprozess?

Vermeiden Sie telefonische Nachfragen

Mit täglich wachsender Ungeduld drängt sich der Wunsch auf, in der Firma anzurufen und nach dem Stand der Dinge zu fragen.

Diesen Anruf sollten Sie sich unbedingt sparen.

Er wird als das aufgefasst, was er ja ist: Ungeduld seitens des Bewerbers, der Entscheidungsdruck aufbauen möchte.

Das mögen Personaler nicht. Gehen sie davon aus, dass kein Personaler Sie persönlich ärgern möchte, sondern er seinen Schreibtisch voll beladen mit Arbeit hat. Dass Sie warten müssen, hat mit Ihnen persönlich nichts zu tun. Häufig sind nicht dutzende, sondern hunderte von Bewerbungsschreiben auf eine Stelle eingegangen, und der zuständige Personaler betreut nicht nur diese eine Stelle.

Dauer einer Bewerbung in der Praxis

Wie lange dauert nun im Durchschnitt eine Bewerbung in der Praxis?

Diese Frage lässt sich nicht so allgemein beantworten. Folgende Punkte sind zu klären:

  • Erfolgt die Bewerbung auf eine Stellenausschreibung oder liegt eine Initiativbewerbung vor?
  • Geht es um eine einfach qualifizierte Stelle oder um eine hochqualifizierte Stelle? Hochqualifizierte Stellen dauern länger in der Bearbeitung.

Bei einer Bewerbung auf eine Stellenausschreibung im Mittelstand kann man von 3 – 8 Wochen Dauer ausgehen. Eine Eingangsbestätigung der Bewerbung binnen 2 Wochen kommt häufig vor.

Bei Großunternehmen ist eher von 12 Wochen Dauer und länger auszugehen. Oft bewerben sich hier mehrere hundert Bewerber auf eine Position, entsprechend intensiv und langwierig ist der Ausleseprozess mit Telefoninterviews, Onlinetests, Assessmentcenter und verschiedenen Vorstellungsgesprächen.

Eher noch länger bis doppelt so lang dauert der Bewerbungsprozess bei der öffentlichen Verwaltung und im Wissenschaftsbereich. Dieser teilweise quälend langsame Prozess hat viel mit überbesetzten Auswahlkommissionen, Personalräten, Gleichstellungsbeauftragten sowie Beauftragten für Chancengleichheit zu tun.

Bei Initiativbewerbungen sind Eingangsbestätigungen eher selten. Auch die Entscheidung des Unternehmens über diese Bewerbung wird eher länger dauern und man muss auch damit rechnen, dass keine Antwort kommt. Initiativbewerbungen werden schließlich dem Unternehmen unverlangt zugestellt.

Weiterführende Artikel zum Thema Bewerbung:

Absagen einer Bewerbung

Absagen kommen generell erst dann, wenn ein Bewerber ausgewählt wurde und dieser den Vertrag mit dem Unternehmen unterschrieben hat. Damit ist das Bewerbungsverfahren insgesamt abgeschlossen, die Absagen werden verschickt.

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