Motive: Bezug zum Unternehmen und persönliche Motivation

Ganz besonders interessieren sich Personaler für Ihre Motivation und Ihren persönlichen Bezug zum neuen Unternehmen sowie für den Beweggrund für Ihren Stellenwechsel.

Warum wollen Sie gerade in dieser Firma arbeiten?

Das ist keine einfache Frage, die es im Bewerbungsschreiben zu beantworten gilt.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und fragen sich, warum Sie dorthin wechseln wollen? Ist es das Geld, die nächste Beförderungsstufe, wohnt Ihre neue Freundin am Unternehmensort, ist es das Ansehen oder das Wachstum der Firma?

Der Personaler ist auch nur ein Mensch. Er will einfach nur verstehen, warum Sie konkret zu seiner Firma kommen wollen und worin Ihr Mehrwert für die Firma liegt.

Dabei sollten Sie plumpe Floskeln und Anbiederungen im Anschreiben strikt vermeiden.

Zum Beispiel:

In dem Musterbeispiel unserer Stellenanzeige Senior Online Manager eines internationalen Fachverlages in Hamburg kommt der Bewerber aus München.

Schlechtes Beispiel:

„Mir gefällt die internationale Ausrichtung des Verlages …“

Besseres Beispiel:

„Meine künftige Frau ist selbstständig in Hamburg und ich bin überzeugt mit meinen Kenntnissen in der Vermarktung von Paid Online Services Ihrem Unternehmen dauerhaft helfen zu können. Gemeinsam will ich eine Zukunft für mich und das Unternehmen im Online Subscriber Marketing aufbauen. Dies auch international umsetzen zu können, spornt mich persönlich besonders an.“

Aus Sicht eines Personalers ist das ehrlich und nachvollziehbar.

Das Motiv, aus Liebe von München nach Hamburg zu wechseln, versteht jeder. Weil die künftige Frau des Bewerbers selbstständig ist, deutet das auf längerfristige Sesshaftigkeit hin. Das findet der Personaler besonders gut. Wer eine Familie gründen will, braucht einen sicheren, langfristigen Arbeitsplatz und den hat man, wenn man engagiert arbeitet.

Allein schon die Identifizierung des Subscriber Marketings und der fehlenden Predictive Analysen zeigt, dass der Kandidat sich ernsthaft mit dem Unternehmen befasst hat. Das Grundmotiv und der besondere Reiz für den Job, der besondere Mehrwert und sofortige Nutzen für die Firma sind glaubhaft vorgetragen.

Rechtlicher Bewerbungs-Hinweis

Bleiben Sie wie immer  bei der Wahrheit; wenn Sie keine Freundin in Hamburg haben, erfinden Sie sie nicht. Es kommt sicher später heraus und den Vertrauensverlust können Sie in diesem Unternehmen nicht mehr ausgleichen.

Lügen und Täuschungen oder gar Fälschungen in der Bewerbung sind strafrechtlich relevanter (Einstellungs-)Betrug bzw. Urkundenfälschung und führen meist zur sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Also strikt bei der Wahrheit bleiben, aber seien Sie durchaus selbstbewusst und positiv.

Weiterführende Artikel zum Thema Bewerbung:

Optionale Inhalte im Anschreiben

Eventuelle Lücken im Lebenslauf (CV) kann man nicht immer verstecken. Meist sind Arbeitslosigkeit, Auszeiten, Krankheit oder gravierende Familienprobleme ein Grund dafür.

Das P.S. (Post scriptum) im Bewerbungsschreiben

Das Postscriptum (P.S.) kommt aus der Zeit handgeschriebener Briefe und ermöglichte dem Briefautor, nachträglich noch einen weiteren, wichtigen Hinweis zu geben oder Bezug zu einem aktuellen Ereignis zu nehmen, ohne den ganzen Brief neu zu schreiben.

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