Lebenslauf für Schüler, Azubis und Studenten

Du möchtest dich für ein Schülerpraktikum, für einen Ausbildungsplatz oder einen Studienplatz bewerben? Beginne mit deinem Lebenslauf, dem Curriculum Vitae (CV), der deine persönlichen Daten, Angaben zur Schulbildung, Praxiserfahrungen, Sprach- und Computerkenntnisse und deine Hobbys enthält.

Wie baust du einen (tabellarischen) Lebenslauf übersichtlich auf? Wie schreibst du deinen CV?

Kopfzeile und Überschrift „Lebenslauf“

Fang mit einer Kopfzeile mit deinen Kontaktdaten an.

Sie könnte so aussehen:

Kopfzeile Lebenslauf

(Achtung! Verwende keine Spaßadresse, sondern lege dir eine seriöse Mailadresse für deine Bewerbungen zu. Alles Andere wirkt auf diejenigen, die deinen Lebenslauf lesen und bewerten, befremdlich!)

Die Überschrift „Lebenslauf“ gehört unbedingt dazu. Diese Überschrift sollte durch Fettdruck oder Großbuchstaben deutlich hervorgehoben werden.

Persönliche Daten

Folgende Angaben gehören in deinen Lebenslauf: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und -ort. Wenn du bereits Kinder hast oder verheiratet bist, dann sollten Familienstand und Kinder angegeben werden, ansonsten lass diese Angaben aus.

Name und Beruf der Eltern, Geschwister, Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit gehören nicht zwangsläufig in den Lebenslauf. Wenn deine Eltern jedoch einen Beruf haben, der für deine Bewerbung interessant ist, führe dies auf. Beispiel: Du bewirbst dich für ein Praktikum in einem Krankenhaus, so dass es Sinn macht, den Beruf deiner Mutter zu erwähnen, die Ärztin/Apothekerin/Physiotherapeutin etc. ist.

Bewerbungsfoto Schüler, Azubis, Studenten

Dein Bewerbungsfoto hat auf der ersten Seite des Lebenslaufs, oben rechts, seinen Platz. Bitte beachte, dass nur ein seriöses Bewerbungsfoto einen guten Eindruck von dir vermitteln kann. Weder ein Urlaubs- noch ein Partyfoto, weder ein Selfie noch ein Spaßbild sind für eine Bewerbung geeignet. Sie führen dazu, dass deine Bewerbung abgelehnt wird.

Ratsam ist es, das Bewerbungsfoto in einem professionellen Fotostudio machen zu lassen. Richte deine Kleidungswahl nach der Branche, für die du dich bewirbst.

Bewirbst du dich beispielsweise für einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz bei einer Bank oder einer Unternehmensberatung, ist ein klassischer konservativer Look angemessen. Das heißt: Hemd oder Anzugsjacke, bzw. Bluse und Blazer. Farben: Dunkelblau, Grau, Schwarz, Beige oder Weiß.

Bewirbst du dich jedoch im kreativen Bereich – zum Beispiel an einer Schule für Kommunikationsdesign oder bei einem Fotografen – können Hemd und Blazer zu streng wirken und sind somit ungeeignet. Hier ist zu empfehlen, lockere Kleidung zu wählen, in der du dich wohlfühlst. Auch in der Farbwahl kannst Du etwas mutiger sein. Achte aber darauf, dass deine Kleidungswahl nicht zu schrill ist – das irritiert und könnte abschreckend wirken. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für zukünftige Vorstellungsgespräche.

Bildungsweg

Hier erfasst du deine schulische Laufbahn von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule. Ergänze außerdem um deinen erwarteten Abschluss. Deine Lieblingsfächer kannst du mit aufnehmen, wenn es für deine Bewerbung interessant ist.

Beispiel:

Bildungsweg Beispiel

CVLab-Tipp: Dieser Lebenslauf ist absteigend gegliedert.
Entscheide, ob du deinen Bildungsweg chronologisch auf- oder absteigend aufbaust. Aufsteigend heißt, dass du mit der Grundschule anfängst und bei deiner aktuellen Situation aufhörst. Absteigend (anti-chronologisch) bedeutet, dass dein (voraussichtlicher) Schulabschluss bzw. die Abschlussnote direkt nach deinen persönlichen Daten steht und du „rückwärts“ vorgehst.

Praxiserfahrung

Alle praktischen Erfahrungen, die du bereits neben der Schule erworben hast oder noch immer machst, z.B. Praktikum, Nebenjob, Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr, Auslandsaufenthalte (Au-pair, Sprachschule), beschreibst du hier. Schildere in einigen kurzen Stichpunkten die Inhalte und Aufgaben deiner Tätigkeiten.

Beispiele:
Praxiserfahrung Lebenslauf Azubi und Studenten

Kenntnisse und Fähigkeiten

Sprachkenntnisse: Nenne hier alle Fremdsprachen, die du gelernt hast und schätze deine Kenntnisse realistisch und ehrlich ein (Artikel Sprachkenntnisse Lebenslauf / CV).

Die gängige Skala geht von „Muttersprache“ über „fließend“ bzw. „verhandlungssicher“ hin zu „gute Kenntnisse“ und schließlich „Grundkenntnisse“. Bedenke, dass Übertreibungen hier sehr schnell unangenehm auffallen können, wenn du zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch nicht ins fließende Englisch wechseln kannst, obwohl du verhandlungssichere Englischkenntnisse angegeben hast. Das ist nur kontraproduktiv und ärgerlich.

Computerkenntnisse: Du gehst hier genauso vor wie bei deinen Angaben zu den Sprachkenntnissen. Kennst du dich mit dem MS-Office Paket (z.B. Word, Excel, Powerpoint, Outlook) aus? Beherrschst du eine Programmiersprache oder ein Statistikprogramm? Hast du Erfahrungen mit Sozialen Medien? Bloggst du regelmäßig? Hast du deine eigene Internetseite gestaltet? Hast du erste kreative Arbeiten in Sachen Bildbearbeitung? Alle diese Fertigkeiten sind für Unternehmen spannend und sagen viel darüber aus, wofür du dich interessierst, was du bereits beherrschst und in welche Richtung du dich entwickeln kannst.

Schätze dich immer realistisch ein. Die gängige Skala geht von „sehr gute Kenntnisse“ über „gute Kenntnisse“ hin zu „Grundkenntnisse“. Bleibe nur bei den Dingen, die du wirklich nachprüfbar beherrschst, denn alles Andere gehört auf keinen Fall in eine seriöse Bewerbung.

Sonstiges: Falls du einen Führerschein oder weitere Zertifikate (Übungsleiterscheine im Sport etc.) besitzt, füge diese Fakten hier hinzu.

Hobbys und Interessen

Hier kannst du dich persönlich vorstellen und zeigen, wofür du dich in deiner Freizeit interessierst. Denke aber daran, dass deine Bewerbung immer einen offiziellen Charakter bewahren muss. Überlege dir daher sorgfältig, wie du deine Hobbys und Interessen formulierst und welche du vielleicht weglässt.

Es reicht, zwei bis maximal vier Hobbys oder Interessen aufzuführen.

CVLab-Tipp: Bei Mitgliedschaften in religiös oder politisch geprägten Gruppen/Einrichtungen kann es ratsam sein, diese nicht im Lebenslauf aufzuführen. Hierbei handelt es sich um deine privaten Angelegenheiten, welche nicht für deinen potenziellen Arbeitgeber bestimmt sind.

Übersicht

Mitgliedschaft in Sportverein/en: Sinnvoll zu erwähnen, da Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen und Sportlichkeit gezeigt werden.

Mitarbeit in einer Schülerzeitung: Zeigt deine Fähigkeit, mit Texten und Fotos zu arbeiten, vermittelt Interesse an Sprache und bietet einen Anknüpfungspunkt für alle Bewerbungen im Medien- und Verlagsbereich.

Singen im Chor, Spielen eines Instrumentes: Musische Veranlagungen, Kreativität und Team-Spirit ergänzen einen Lebenslauf sehr schön.

Kreative Hobbys: Basteln und handwerkliche Tätigkeiten, Kochen und Backen sind kreative Hobbys, die du in deinen Lebenslauf aufnehmen kannst. Sie zeigen, dass du dich deinen Aufgaben mit Geduld und Geschick widmest. Lass dies also nicht unter den Tisch fallen.

Begeisterung für EDV/Technik: In jedem Fall solltest du diese Interessengebiete mit aufführen, da du für viele berufliche Tätigkeiten dadurch dein Potenzial aufzeigst.

Ehrenamtliches Engagement: Wenn du dich sozial engagierst, zeugt das von einem empathischen, gewissenhaften Charakter. Lasse es deinen potenziellen Arbeitgeber wissen, denn dadurch erhältst du die verdiente Wertschätzung und es wirft ein positives Licht auf deine Person.

Ort, Datum und Unterschrift

Nicht vergessen! Sobald du deinen Lebenslauf/CV fertiggestellt hast, dürfen Unterschrift, Ort und das aktuelle Datum nicht fehlen! Unterschreiben solltest du mit einem schwarzen oder blauen Stift.

Nutze die automatische Datumsfunktion aus dem Textbearbeitung-Programm, damit du das Datum nicht immer wieder aufs Neue händisch aktualisieren musst.
Bei Online-Bewerbungen setze möglichst deine gescannte Unterschrift unter den Lebenslauf.

Format für die Bewerbung per Mail

Jetzt kannst du deinen Lebenslauf als PDF anlegen. Das PDF ist das gängigste Format, in dem sowohl Lebenslauf als auch das Anschreiben versendet werden.

Bewerbungscheck zum Schluss

Nimm dir auf jeden Fall die Zeit und Ruhe, um deinen Lebenslauf zum Schluss noch einmal gründlich zu lesen und zu prüfen. Lege dir diesen Artikel mit allen wichtigen Inhalten neben deinen Lebenslauf und gehe systematisch alle Punkte durch, damit nichts fehlt.
Prüfe sorgfältig die Rechtschreibung; auch kleine Tippfehler oder Zahlendreher dürfen nicht vorkommen! Die Zeilenabstände und –umbrüche müssen alle ordnungsgemäß eingehalten werden!
Ganz zum Schluss solltest du noch eine außenstehende Person den Lebenslauf Korrektur lesen lassen, denn Dritte finden meistens Fehler, die man selber schon gar nicht mehr sieht!

 

Weiterführende Artikel zum Thema Bewerbung:

Checkliste zum Lebenslauf

Wir haben für Sie eine erste Lebenslauf-Checkliste zusammengestellt. Diese können Sie Punkt für Punkt abarbeiten, damit Sie auf dem Weg zu Ihrem Traumjob nichts auslassen.

Susann Damati

Über ein Studium der Geschichte und Englischen Literatur in Düsseldorf sowie anschließend weitere berufliche Etappen führte mich der Weg zu der Verlag Dashöfer GmbH in Hamburg, einem Wirtschaftsfachverlag.

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